10 Gründe für die Hybrid Cloud

By Jeff DeVerter -

hybrid cloud

Anmerkung des Herausgebers: Wir haben diesen Beitrag aus dem Jahr 2013 aktualisiert, um die veränderten Bedingungen beim Thema Cloud im Jahr 2020 zu beleuchten.

Technologische Trends haben selten Bestand. Eine Konstante sehen wir dennoch: Neue Trends ersetzen Jahr für Jahr überholte Methoden. Deshalb freut es mich, ganze sieben Jahre nach der Veröffentlichung dieses Artikels sagen zu können, dass alle darin beschriebenen Inhalte auch heute noch gelten. Davon abgesehen hat sich beim Thema Cloud jedoch so einiges getan, weshalb wir unsere Aussagen aus dem Jahr 2013 ergänzen wollen.

Software as a Service

2013 beschränkte sich der Einsatz von SaaS auf das Kundenbeziehungsmanagement oder den E-Mail-Verkehr. Doch die Entwicklung der vergangenen sieben Jahre hat dazu geführt, dass sich SaaS inzwischen für verschiedene unternehmenseigene Workloads eignet. Mittlerweile können Sie Salesforce nicht mehr nur zur Nachverfolgung von Vertriebsaktivitäten nutzen, sondern die Cloud umfassend erweitern und dort komplexe Workloads betreiben – ganz zu schweigen von den Möglichkeiten mit FinancialForce.

Hybride Erweiterungen

2013 dachten die meisten Menschen beim Thema Private Cloud an eine physische Infrastruktur, die im Rechenzentrum der Wahl betrieben wurde. Konkret handelte es sich dabei entweder um einen physischen Server, eine virtualisierte Umgebung oder eine OpenStack-Implementierung. In der Zwischenzeit haben Anbieter hyperskalierbarer Clouds jedoch Dienste entwickelt, welche die Fähigkeiten Ihres Rechenzentrums ausweiten: So bietet Microsoft etwa Azure Stack, welche Azure Services in Rechenzentren, Edge-Standorten und Außenstellen vervollständigen. Zudem hat Microsoft kürzlich Azure Arc eingeführt, womit die einheitliche Verwaltung von Azure, lokalen Rechenzentren sowie weiteren Clouds ermöglicht wird.

Private Public Cloud

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass VMware-basierte virtuelle Workloads nativ auf AWS oder Azure betrieben werden können. Keine Sorge, Sie können sich auch in diesem Szenario eine Private Cloud vorstellen. Der Unterschied liegt lediglich darin, dass die zugrunde liegende Infrastruktur auf der Infrastruktur eines Anbieters hyperskalierbarer Clouds betrieben wird.

Eine letzte Änderung noch …

Im ursprünglichen Artikel bezeichnen wir Sicherheit noch als wichtiges Kriterium bei der Wahl der Cloud-Infrastruktur. Mittlerweile können Sie jedoch freier entscheiden, da sämtliche Plattformen für durchgängige Sicherheit sorgen können. Wir gehen sogar so weit, dass wir sagen, sämtliche Plattformen sollten für durchgängige Sicherheit sorgen. Mithilfe verschiedenster Security-Services – bereitgestellt von Anbietern für Managed Services oder auch von spezialisierten Unternehmen – können Sie die Angriffsfläche heutzutage einheitlich und effektiv überwachen und verwalten. 

Für Sie bedeutet das Folgendes:

Entscheidungen bezüglich der Infrastruktur wurden früher alle ein bis drei Jahre getroffen. Angesichts des rasanten Wandels in Unternehmen und beim technologischen Fortschritt sollten Unternehmen ihre gesamte Technologieplattform einmal pro Quartal prüfen. Das bedeutet natürlich nicht, dass Sie Ihren Kurs alle drei Monate ändern müssen, sondern nur, dass Sie gut beraten sind, sich regelmäßig über Änderungen auf Ihrem Absatzmarkt, in Ihrem Unternehmen und auf dem Technologiemarkt zu informieren. Insbesondere geht es dabei um die Frage, welche Ihrer Anwendungen Sie auf welcher Plattform betreiben. Behalten Sie folgende Buckets im Auge:

  • Colocation
  • Private Cloud (VMware, HP, DellEMC, Microsoft, OpenStack, RedHat)
  • Public Cloud (AWS, Azure, Google Cloud Plattform, OpenStack, Microsoft 365)
  • Software as a Service (Salesforce, Workday, ServiceNow, Marketo, Okta, HubSpot)

Wir raten Ihnen Folgendes: Entweder bauen Sie ein Team auf, das sich der eben beschriebenen Aufgabe in Vollzeit widmet oder Sie kooperieren mit einem Unternehmen, das Ihre Technologieplattform von außen überwacht.

Anmerkung des Herausgebers: Dieser Artikel wurde ursprünglich im Jahr 2013 veröffentlicht.

Zahlreiche Unternehmen sehen ihre Zukunft in der Hybrid Cloud. Die hybride Infrastruktur vereint die positiven Aspekte von Public Cloud, Private Cloud und dedizierten Servern in sich, was große wie kleine Unternehmen gleichermaßen überzeugt.

Public Cloud, Private Cloud und dedizierte Server stellen zwar auch als eigenständig genutzte Lösungen nützliche Architektur zur Verfügung, unsere Kunden bemerken aber, dass es beim Thema Cloud keine Einheitslösung gibt und erst eine Kombination aus verschiedenen Infrastrukturen in einem einzelnen Produktportfolio den gewünschten Effekt erzielt. Durch eine gemeinsame Rechnerarchitektur ist es möglich, die Zuverlässigkeit zu steigern, die Performance zu optimieren und bestehende Investitionen sinnvoller auszunutzen. Das waren noch lang nicht alle Vorteile.

Wir nennen Ihnen 10 Gründe, wieso sich eine Hybrid Cloud besser für Ihr Unternehmen und Ihre Kunden eignet:

1. Mehr Flexibilität bei der Architektur 

Mit einem vollständigen Hybrid-Cloud-Portfolio können Sie Workloads in der Umgebung betreiben, die sich am besten für sie eignet. Richten Sie Ihre Architektur so ein, dass Sie Leistungsanforderungen nutzen können, die nur mit dedizierten Servern zur Verfügung stehen. Gleichzeitig erreichen Sie mit der Abrechnung am Ende der Vertragslaufzeit Ihre finanziellen Ziele und erfüllen die Anforderungen von Behörden sowie Investoren. Mit der nutzungsbasierten Abrechnung sichern Sie sich für unerwartete oder kurzfristige Bedarfsfälle ab. Und natürlich ermöglicht die Cloud schnelle Bereitstellungszeiten, was sich auszahlt, wenn Fristen verkürzt oder Anforderungen geändert werden.

2. Mehr technische Kontrolle 

Gewähren Sie berechtigten Mitarbeitern Root-Zugriff und legen Sie eine individuelle Netzwerksegmentierung fest, um die Architektur je nach Bedarf logisch und physisch zu segmentieren. Im Unterschied zu reinen Cloud-Lösungen können Sie in einem Hybrid-Cloud-Portfolio entscheiden, ob und in welchen Zusammenhängen das System mandantenfähig sein soll. Auch können Sie individuelle Hardware anfordern, die den speziellen Leistungsanforderungen Ihrer Anwendungen gerecht wird.

3. Höhere Sicherheit

Sicherheit und Mandantenfähigkeit bereiten vielen Unternehmen beim Thema Cloud-Technologie Sorgen. Ein Hybrid-Cloud-Portfolio macht diese Bedenken hinfällig: Wählen Sie ganz einfach dedizierte Server und Netzwerkgeräte, die den Zugriff isolieren oder beschränken können. Zudem können Sie bei der Konfiguration Ihrer Geräte einstellen, dass Ihre dedizierten Server und Cloud-Server über ein privates Netzwerk kommunizieren und dadurch zwei getrennte Lösungen in einer Architektur vereinen. Diese Lösung stellt Rackspace seinen Kunden bereits seit mehreren Jahren zur Verfügung.

4. Compliance

Sobald Sie über mehr Sicherheit verfügen, können Sie sich wichtigen Compliance-Anforderungen widmen. Mandantenfähige Systeme genießen bei Prüfern nicht den besten Ruf. Stattdessen verlangen diese dedizierte Lösungen für einige (in manchen Fällen gar für alle) Aspekte Ihrer gehosteten Infrastruktur. Mit dem richtigen Maß an Netzwerksicherheit und einer Hybrid-Lösung, die Cloud und dedizierte Hardware vereint, erfüllen Sie die Erwartungen der Prüfer ohne Weiteres.

5. Eine Sorge weniger

Die Verwaltung von Anbieterbeziehungen erscheint zunächst als große Herausforderung: Ungleiche Abrechnungspraktiken, Methoden bei der Preisgestaltung, technologische Vorlieben und ein jeweils individuelles Maß an Support können dem reibungslosen Betrieb ihrer outgesourcten Lösungen im Weg stehen. Wenn Sie den Überblick behalten und „alles auf eine Karte setzen“ wollen, greifen Sie am besten auf einen einzelnen Anbieter mit zuverlässigem Portfolio und kundenorientiertem Account-Team zurück.

6. Nutzungsbasierte Abrechnung

Wir werden nicht müde, zu betonen, dass die Cloud sich für jeden, aber nicht für alles eignet. Bestimmte Workloads erfordern schlicht Performance und Sicherheit, die nur mit dedizierter Hardware gewährleistet werden kann. Doch auch bei der Stapelverarbeitung von Rechenleistungen, der Vorbereitung auf Traffic-Spitzen (ob absehbar oder unerwartet) sowie auf geschäftliche Stoßzeiten werden Sie nicht auf die Flexibilität und die schnelle Markteinführung, die Cloud-Services ermöglichen, verzichten können. Mit einem Hybrid Cloud-Ansatz besitzen Sie die Basiskonfiguration und „mieten“ den Service zu Spitzenzeiten lediglich. So bezahlen Sie nur, was Sie tatsächlich verbrauchen.

7. Technische Vorhersehbarkeit

Entwickler setzen alles daran, stabile und zuverlässige Anwendungen zu erstellen. Cloud-Server werden häufig für Tests und Entwicklung eingesetzt, so zu sehen etwa beim „Mietservice für Spitzenzeiten“. Doch außerhalb der Testphase möchten Sie die Gewissheit, dass Ihre Plattform auch einsatzbereit ist. In den meisten Fällen kann die Public Cloud das zwar gewährleisten, einige Unternehmen verlassen sich bei gewissen unternehmenskritischen Produkteinführungen dennoch lieber auf dedizierte Server. Diese können beispielsweise je nach Konfiguration die gewünschten Leistungsanforderungen erfüllen und werden mit Multi-Tenant-Cloud-Servern ergänzt, um Überlastung zu Spitzenzeiten vorzubeugen.

8. Die Qual der Wahl beim Betriebssystem

Die große Mehrheit der Public-Cloud-Anbieter hat eine Vielzahl von Betriebssystemen im Angebot, was Ihnen besonders dann zugute kommt, wenn Sie Produkte testen oder Zielgruppen mit unterschiedlichen technischen Bedürfnissen erreichen möchten. Wenn Sie gehostete Dienstleistungen vertreiben, wählen Ihre Kunden ganz flexibel ihre bevorzugte Umgebung und Sie stellen ihnen bei Bedarf zusätzlich dedizierte Optionen zur Verfügung.

9. Innovation antreiben

Entwicklern gefällt besonders die Möglichkeit, Cloud-Server nach Belieben hoch- und herunterzufahren und unabhängig von internen IT-Teams zu agieren, die ihnen sonst zeitliche Beschränkungen und vorgeschriebene Prozesse auferlegen würden. Mit diesem Ansatz, bei dem Entwickler Cloud-Server zügig auf- und abbauen können, lassen sich Forschung und Entwicklung flexibler gestalten und das Konzept ließe sich etwa im Rahmen von Proof-of-Concept-Projekten, Pilotprojekten, Softwaretests und vielem mehr einsetzen. Sobald gesteckte Ziele erreicht und geplante Tests abgeschlossen sind, kann die Implementierung der Cloud bzw. dedizierter Ressourcen folgen, um den Produktionsbedarf künftig zu decken.

10. Sicherer Hafen für Technologie

Beim Anwendungswachstum handelt es sich um ein Konzept, bei dem Geschäftsbereiche aus vielfältigen Gründen IT-Ressourcen von externen Verkäufern beziehen. So kann es sein, dass Ihre Entwickler bei einem Projekt in Zeitverzug geraten und dann die Dienste eines Anbieters nutzen, der einen schnellen Auf-und Abbau von Servern ermöglicht. Um das zu umgehen, könnten Unternehmen eine einzige Sandbox-Umgebung auf dedizierten Servern schaffen, die ihre Anforderungen an Leistung und Sicherheit erfüllt, und zusätzlich auf flexible Cloud-Ressourcen zugreifen. So entsteht ein steuerbarer und wiederverwendbarer Technologiepool, in dem interne Mitarbeiter, externe Verkäufer, Geschäftspartner und womöglich sogar Kunden Lösungen testen und implementieren können. Innerbetrieblich könnte eine solche Konfiguration möglicherweise sogar zum Profitcenter werden.

Wir gehen in dieser Liste bewusst nicht auf Kosten als Entscheidungskriterium ein, da der Wert und die Kosten einer Hosting-Lösung unserer Ansicht nach von verschiedenen Faktoren abhängen. Sparen Sie Kosten, wenn Sie statt einer dedizierten Lösung eine Cloud einsetzen? Manchmal ja. Tatsächlich fällt die Antwort auf diese Frage je nach Situation unterschiedlich aus. Keine Hosting-Lösung gleicht der anderen und auch Kunden stellen jeweils individuelle Anforderungen hinsichtlich Technologie, Support sowie Finanz- und Unternehmenszielen. Eines ist gewiss: Die Zusammenarbeit mit einem Hybrid-Cloud-Anbieter versetzt Sie in die angenehme Lage, aus vielen Optionen wählen zu dürfen und trotzdem einheitlich arbeiten zu können.

Sie wählen die Clouds. Und wir verbinden sie.Erfahren Sie mehr