Data gravity

Vermeiden Sie die Fallstricke von Datengravitation

Ergreifen Sie Maßnahmen, um Ihre Cloud-Strategie vom Gewicht von Datengravitation zu befreien.

„Datengravitation“ bezieht sich auf die Fähigkeit eines Infrastrukturkörpers, Anwendungen, Dienste und andere Daten anzuziehen – je größer dieser Ort wird, desto stärker die Anziehungskraft. GE-Engineer Dave McCrory hat den Begriff 2010 geprägt und das Thema hat sich seither zu einer der größten IT-Herausforderungen entwickelt.

Achtung vor dem Meerblick

Seit dem Aufkommen von Cloud Computing dienen konkrete Rechenzentren überall auf der Welt als Treffpunkte für alle Netzwerke und Clouds. Man kann sie sich wie die Immobilien mit Meerblick der digitalen Infrastruktur vorstellen. Hier ist die wahre Last der Datengravitation verortet, da Workloads von diesen digitalen Brutstätten magnetisch angezogen werden und es für Kunden schwierig und kostspielig ist, Informationen von dort weg zu verlagern.

Man sollte beachten, dass die gängigen Hyperscale-Anbieter einen Rabatt anbieten, wenn man sich über ein privates Netzwerk mit ihnen verbindet – etwa 90 %. Doch dann muss man eine Präsenz in den Immobilien mit Meerblick der digitalen Infrastruktur bereitstellen. Somit gehen mit diesem Rabatt höhere Gesamtkosten einher und diese Lösung ist nicht leicht zugänglich.

Schmerzhafte Abwanderungsgebühren

Abwanderungsgebühren summieren sich schnell. Schlimmer noch: Sie werden häufig unterschätzt. Voice of the Enterprise: Storage, Transformation 2021 von 451 Research zufolge sagen 34 % aller Unternehmen, dass Abwanderungsgebühren für Cloud Storage sich auf ihre Cloud-Storage-Nutzung ausgewirkt haben.

Neben einer höheren Cloud-Storage-Rechnung gab es weitere, weitreichendere Konsequenzen: 37 % aller von Abwanderungsgebühren Betroffenen wechselten anschließend den Anbieter und 27 % führten Daten aus der Cloud an einen On-Premise-Standort zurück.

Hier ist ein bekanntes Szenario: Ein Kunde verlässt sich voll und ganz auf einen gängigen Cloud-Anbieter – nennen wir ihn „Anbieter 1“. Der Kunde tätigt ein hohes Investment in den Wechsel in die Cloud.

Doch dann führt ein anderer Anbieter („Anbieter 2“) eine tolle neue Innovation ein, welche die Kollegen des Kunden – und viele wichtige Konkurrenten – ebenfalls nutzen. Und der Kunde bekommt Angst, ins Hintertreffen zu geraten („FOMO“).

Er möchte etwas unternehmen. Doch wenn der Kunde Daten an Anbieter 2 überführen möchte, um dessen innovative Funktionen zu nutzen, wird ihm von Anbieter 1 eine Gebühr auferlegt, die umso höher ist, je mehr Daten verschoben werden sollen. Wenn der Kunde beschließt, dass es sich bei der Überführung von Daten an Anbieter 2 um ein lohnendes Investment handelt, möchte er die Daten aber vielleicht nach der Verarbeitung zum Speichern wieder an Anbieter 1 überführen. Dann werden dem Kunden aber Abwanderungsgebühren seitens von Anbieter 2 berechnet. Bei vielen Unternehmen führen Abwanderungsgebühren zwangsweise zur Bindung an einen bestimmten Anbieter.

Ein weiteres gängiges Szenario, bei dem Abwanderungsgebühren ein großes Problem darstellen, tritt bei Unternehmensübernahmen auf. Es kann zum Beispiel sein, dass ein Unternehmen andere juristische Personen übernimmt, die unterschiedliche Cloud-Anbieter nutzen und in unterschiedlichen Regionen unterwegs sind, und man mit der Zusammenarbeit beginnen möchte. Wenn diese Unternehmen direkt und ohne Integrationen zusammenarbeiten (was unendlich lange dauern würde) würden, würden sie von internationalen Abwanderungsgebühren überwältigt werden.

Die Last von Datengravitation abstreifen

Die COVID-19-Pandemie hat IT-Unternehmen dazu gezwungen, sich auf Resilienz statt auf Kosteneffizienz, optimierten Support und sichere Remote-Arbeit zu konzentrieren. Aus Gartner-Umfragedaten geht hervor, dass fast 70 % aller Unternehmen, die aktuell Cloud Services nutzen, vorhaben, ihre Cloud-Ausgaben infolge der globalen Pandemie zu erhöhen.

Datengravitation bleibt jedoch auch weiterhin eine große Multicloud-Hemmschwelle. Kunden möchten ein unmittelbares Problem lösen. Und Kunden möchten gleichzeitig dafür sorgen, dass sie nicht im Hinblick auf die Nutzung künftiger Technologien oder Multicloud-Ambitionen eingeschränkt werden.

Es ist an der Zeit, Daten rückzuführen und Datengravitation zu eliminieren. Doch wie soll das gehen?

Stellen Sie Ihre Daten von Anfang an in einer neutralen Umgebung bereit, damit keine Daten „gefangen genommen“ werden und Sie sich nicht mit dem Stress einer Abwanderung herumschlagen müssen.

Sie müssen Ihre Daten unbedingt zukunftssicher machen, um nicht von Abwanderungsgebühren überrannt zu werden – und nicht auf neue Technologien, die nur innerhalb bestimmter Clouds verfügbar sind, verzichten zu müssen.

Verorten Sie Ihre Daten in einer neutralen Umgebung mit einer Vernetzung mit geringer Latenz zu diesen digitalen Immobilien mit Meerblick. Es sind ein paar Lösungen verfügbar, die diesen Service anbieten.

Wenn Sie Ihre Daten an den Knotenpunkt aller Clouds bringen, gewährleisten Sie damit Agilität für die wichtigsten Vermögenswerte Ihres Unternehmens – Ihre Daten und Ihr geistiges Eigentum.

 

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About the Authors

Michael Levy

Product Director, Private Cloud

Michael Levy

Michael Levy is product director for private cloud at Rackspace Technology. Previously, he was a core member of the CenturyLink team that spun out Cyxtera Technologies. He entered the world of cloud services and internet infrastructure as an analyst for 451 Research where he provided advisory for industry leaders, emerging players, and investors. He lives in Manhattan with his wife, two daughters, and dog.

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