2022 trends

Die „neue Normalität“ ist jetzt nur noch die „Normalität“: Zeit, sich auf den neuesten Stand zu bringen

Der Moment ist gekommen, um sich richtig mit unserer mittlerweile nicht mehr ganz so neuen Normalität auseinanderzusetzen – bald gibt es keine Ausreden mehr.

Die „neue Normalität“ ist schon seit einiger Zeit Gesprächsthema – aber wann wird sie einfach zur Normalität? Ich glaube, das ist bereits der Fall, und die Unternehmen müssen 2022 versuchen, ihre Rückstände aufzuholen.

Dazu gehören viele verschiedene Elemente, von der Umstrukturierung des Arbeitsumfelds und der Optimierung von Videoanrufen bis hin zur nahtloseren Gestaltung hybrider Arbeitsumgebungen, der Anpassung des Tempos der digitalen Transformation an den aktuellen Markt oder der Optimierung der Nutzung von Technologien, die zu Beginn der Pandemie überstürzt eingesetzt wurden. Der Moment ist gekommen, um sich richtig mit unserer mittlerweile nicht mehr ganz so neuen Normalität auseinanderzusetzen – bald gibt es keine Ausreden mehr.

Innovation ohne das herkömmliche Büro

Die meisten Menschen arbeiten nicht mehr Vollzeit im Büro. Unternehmen, die die Flexibilität hybrider Modelle noch nicht erkannt haben, müssen dies bald nachholen, wenn sie die besten Köpfe der Branche zu sich holen wollen.

Dem steht die Tatsache gegenüber, dass die meisten von uns sich ein wenig persönliche Interaktion wünschen und diese ihnen gefehlt hat. Es wird also die Norm bleiben, höchstens ein paar Tage pro Woche ins Büro zu kommen. Persönliche Treffen fördern Innovationen und ermöglichen es uns, Ideen und Gedanken auszutauschen, die uns gerade in den Sinn kommen – dies ist zu Hause oder am Bildschirm viel schwieriger.

Das heißt, dass wir nicht ins Büro gehen, um zu programmieren oder zu arbeiten, sondern um zusammenzuarbeiten und innovativ tätig zu sein. Dementsprechend sollte die Büroeinrichtung diese Tätigkeiten widerspiegeln – wir brauchen z. B. keine Reihen von Schreibtischen für Mitarbeiter.

Darüber hinaus ist Flexibilität zwar wichtig, Struktur spielt aber auch eine entscheidende Rolle. Unternehmen, in denen die Anwesenheit im Büro koordiniert und eine Umstrukturierung des Büros vorgenommen wird, werden mehr Erfolge beim gegenseitigen Austausch innerhalb des gesamten Unternehmens verbuchen. Unternehmen können sich einfach nicht darauf verlassen, dass diese Entwicklungen langfristig auf organische Weise stattfinden.

Zudem ermöglicht die Anwesenheitskoordination in Büros Mitarbeitern, sich mit dem gesamten Unternehmen anstatt nur mit ihrem Team zu vernetzen, mit dem sie bereits täglich in Kontakt sind. Langfristig ist dieses breitgefächerte Networking entscheidend für die berufliche Entwicklung und Weiterbildung.

Videoanrufe optimieren

Verschiedene Unternehmen nutzen verschiedene Plattformen für die Zusammenarbeit und für Videoanrufe – von Microsoft Teams und Slack über Zoom bis hin zu Google Meet.

Bei der internen Zusammenarbeit ist das kein Problem, aber was passiert, wenn wir mit Kunden oder Stakeholdern in Verbindung treten müssen? Wir müssen uns jeden Tag mit mehreren Tools herumschlagen und zwischen verschiedenen Plattformen wechseln, die eigentlich dieselbe Funktion erfüllen.

Manchmal kann es lästig sein, täglich bis zu fünf verschiedene Tools verwenden zu müssen, um Gespräche mit Kunden zu führen. Die Plattformen sind oft umständlich, was zu Problemen beim Teilnehmen an Anrufen führt und frustrierend sein kann.

Es ist höchste Zeit, dem ein Ende zu setzen. Im Jahr 2022 sollte es eine Lösung geben, die eine nahtlose Interaktion zwischen all diesen Plattformen gewährleistet und es uns allen ermöglicht, direkt von unserer bevorzugten Plattform aus an Anrufen und Meetings teilzunehmen.

Videoanrufe sollten wie Mobilfunknetze funktionieren: Ganz gleich, welchen Anbieter Sie, Ihre Familie oder Freunde nutzen – Sie können alle von jedem Gerät aus anrufen und nahtlos kommunizieren. Für Unternehmen ist es an der Zeit, dieselben Ansprüche zu haben.

Bei der digitalen Transformation geht es um Erfahrung, nicht um Geschwindigkeit

Die digitale Transformation war für die Geschäftskontinuität während der Pandemie von entscheidender Bedeutung, und Unternehmen waren bereit, Risiken einzugehen, um sich über Wasser zu halten.

So gab es nicht nur eine erhöhte Risikobereitschaft in Unternehmen, sondern veränderte Erwartungshaltungen, da Führungskräfte erkannt haben, dass Umstrukturierungen, die früher Monate dauerten, jetzt in wenigen Wochen oder sogar Tagen durchgeführt werden können.

Kunden sind jedoch unbeständig und die Benutzerfreundlichkeit stellt beim Thema geschäftliche Veränderungen eine größere Herausforderung dar, da die Kunden während der Pandemie nachsichtiger waren.

Unternehmen erkennen also mittlerweile, dass sie möglicherweise das Tempo ihrer digitalen Transformation etwas zügeln müssen, um weiterhin ein außergewöhnliches Kundenerlebnis zu gewährleisten – dies ist letztendlich wichtiger.

Gartner fällt bei der Entwicklung zurück; Cloud-native Ansätze standen letztes Jahr im Vordergrund

Gartner hat für das Jahr 2022 einen Anstieg der Nutzung Cloud-nativer Plattformen vorausgesagt, aber Tatsache ist, dass dies schon im Gange ist und der Umfang der Cloud-nativen Arbeit in den letzten 18 Monaten stark zugenommen hat.

Multicloud ist einsatzbereit und Kunden wollen und werden jetzt nicht mehr einfach nur bei einem Anbieter einkaufen. Um eine Multicloud-Umgebung erfolgreich und bestmöglich zu nutzen, sollten portable Anwendungen entwickelt werden.

Jetzt geht es darum, eine kontinuierliche Optimierung dieser Multicloud-Umgebungen zu gewährleisten und dafür zu sorgen, dass Unternehmen wissen, welche Cloud-Kombination am besten für ihre Bedürfnisse geeignet ist. So können sie sicherstellen, dass sie stets die richtigen Plattformen zur richtigen Zeit nutzen. Besonders wichtig ist dabei die Zusammenarbeit mit dem richtigen Partner, um von dessen Fachwissen zu profitieren – ein entscheidender Faktor beim Thema Multicloud.

Klimaneutralität

Die COP26 ist schon seit einiger Zeit Gesprächsthema in den Medien und hat die Aufmerksamkeit der Menschen auf unsere gemeinsamen Verantwortungen im Bereich Klima gelenkt. Sowohl die Verbraucher als auch die Unternehmen werden immer umweltbewusster und verwandeln dieses Bewusstsein nun in aktive Entscheidungsfindungen.

Für die Verbraucher bedeutet dies, dass sie auf die Referenzen eines Unternehmens achten müssen, bei dem sie einkaufen möchten, was sich zunehmend auf Entscheidungen und Verhaltensweisen auswirkt.

Bei Unternehmen, insbesondere von denjenigen, die sich Ziele bezüglich Klimaneutralität gesetzt haben, werden Anforderungen an die eigene Lieferkette gestellt, um diese Ziele zu erreichen. Dies ist bereits jetzt eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Zukunft und wird im Laufe des nächsten Jahres noch entscheidender werden.

Wir haben in den letzten 18 Monaten gelernt, dass nur die fortschreitende Zeit sicher ist. Da nun wieder ein neues Jahr beginnt, wird sich erst mit der Zeit zeigen, ob die hier besprochenen Trends sich bewahrheiten werden.

 

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About the Authors

Simon Bennett​

Chief Technical Officer, EMEA​

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As Rackspace Technology™ Chief Technical Officer for Europe, Middle East and Africa (EMEA) regions, Simon’s goal is to deliver end value to customers with world-class multicloud solutions and services. He is focused on inspiring and supporting technical leaders to find best-fit solutions, combining a perfect blend of services and capabilities from the Rackspace Technology™ and partner portfolio. Simon enjoys working with customers at all levels to understand their challenges and opportunities to help them to succeed.  ​ Simon’s extensive experience has been gained from working across a broad spectrum of customers in different industries. Before joining Rackspace Technology, he worked at IBM for over 20 years in leadership roles. In his most recent position, he provided technical pre-sales and detailed solution support for strategic deals within technology services. 

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