cloud native myths

Drei widerlegte Mythen über Cloud-native Ansätze

Die Wahrheit ist, dass die Bedeutung von Cloud-nativ und viele der damit verbundenen Features und Vorteile missverstanden werden.

Cloud-native Tools und Prozesse haben ein Imageproblem. Bei einer Umfrage unter mehr als 1.500 IT-Entscheidungsträgern im Juni 2020 gaben 97 % an, bereits jetzt Cloud-nativ zu sein oder es für die nahe Zukunft zu planen. Anschließend baten wir Führungskräfte, „Cloud-nativ“ zu definieren – und die Antworten fielen sehr unterschiedlich aus. Für manche hieß es einfach, in der Cloud zu sein. Andere verstanden darunter die Entstehung in der Cloud. Dann gab es noch diejenigen, für die „Cloud-nativ“ bestimmte Infrastrukturelemente einschließt, wie Microservices und Container.

cloud native survey

 

cloud native definition

 

Die Wahrheit ist, dass die Bedeutung von Cloud-nativ und viele der damit verbundenen Features und Vorteile missverstanden werden. Selbst die Definition der Cloud Native Computing Foundation (CNCF) ist alles andere als eindeutig:

„Cloud-native Technologien ermöglichen es Unternehmen, skalierbare Anwendungen in modernen, dynamischen Umgebungen wie öffentlichen, privaten und hybriden Clouds zu entwickeln und zu betreiben. Beispiele für diesen Ansatz sind Container, Service Meshes, Microservices, unveränderliche Infrastruktur und deklarative APIs.“

Intelligente IT-Führungskräfte achten auf eine häufige und konsequente Evaluierung des Cloud-Betriebs. Exakte Evaluierungen setzen jedoch exakte Informationen voraus. Verfügen Sie über die richtigen Informationen oder werden Sie von veralteten und leicht zu entkräftenden Vorbehalten gegenüber Cloud-nativer Entwicklung davon abgehalten, ihr Potenzial voll auszuschöpfen?

Die größten Mythen rund um Cloud-native Ansätze

Die Möglichkeiten Cloud-nativer Verfahren werden von Führungskräften im Technologiebereich beim Umstieg in die Cloud oft nicht erschlossen. Schuld sind die weitverbreiteten Irrtümer über Cloud-native Entwicklung. Das ist sehr schade, denn die Vorteile liegen auf der Hand. Untersuchungen haben gezeigt, dass Cloud-native Tools Release-Zyklen verkürzen und Unternehmen dabei unterstützen können, Produkte schneller zu entwickeln und zuverlässiger zu aktualisieren. Hier sind die meistverbreiteten Mythen und einige Hintergründe zu den Vorteilen, die Cloud-native Ansätze bieten:

Mythos Nr. 1: „Cloud-nativ“ bedeutet schlicht und einfach, in der Cloud zu sein.

Dieser Irrtum lässt sich besonders leicht richtigstellen. Unternehmen, die ihre Betriebsabläufe teilweise oder vollständig in der Cloud hosten, sind nicht unbedingt Cloud-nativ. Einem weiteren Irrtum unterlagen 28 % der Befragten bei der Definition des Begriffs: Demzufolge bedeutet „Cloud-nativ“, dass ein Unternehmen in der Cloud entstanden ist. Auch das ist falsch. Ein Unternehmen kann einen erheblichen Teil seiner Daten in der Cloud hosten, ohne als Cloud-nativ zu gelten. Diese Unternehmen sind vergleichbar mit jemandem, der in einem luxuriösen Wohnkomplex lebt, ohne jemals den Pool, den Wäscheservice oder andere Annehmlichkeiten in Anspruch zu nehmen, die das Leben erleichtern. Stattdessen haben diese Unternehmen in eine Infrastruktur migriert, die in der Cloud gehostet wird, und betrachten ihre Transformation nun als abgeschlossen.

Mythos Nr. 2: Mit Cloud-Tools wird man ebenso wenig Cloud-nativ.

In ihrer Definition von „Cloud-nativ“ verweist die CNCF auf Container, deklarative APIs und andere Kennzeichen einer Cloud-nativen Strategie. Gleichzeitig bedeutet die Integration eines dieser Tools oder ihre Bereitstellung durch den Cloud-Anbieter nicht zwangsläufig, dass Sie die Vorteile Cloud-nativer Strategien ausgeschöpft haben. Andererseits muss ein Unternehmen diese Tools nicht unbedingt nutzen, um als Cloud-nativ zu gelten. Tatsächlich ist die Annahme, dass diese Strategie das Vorhandensein bestimmter Tools voraussetze, falsch. Es reicht nicht, das richtige Werkzeug zu haben – man muss auch damit umgehen können.

Mythos Nr. 3: Cloud-nativ ist eine einmalige Umstellung.

Genau wie die Strategien für digitale Transformation, die ihnen vorausgingen, sind Cloud-native Strategien keineswegs statisch. Sie erfordern vielmehr eine Weiterentwicklung der Art und Weise, wie wir über die Cloud denken. Zum einen lässt sich die Cloud nicht durch einen einfachen Cash-ROI definieren. Wer bona fide mit Cloud-nativen Prozessen arbeitet, erkennt, dass der wahre Wert in kürzeren Bereitstellungszeiten und erhöhter Agilität liegt. Außerdem ist es notwendig, den Framework für die Entscheidungsfindung anzupassen. Angesichts der rasanten Weiterentwicklung von Cloud-Technologien kann das, was heute noch wie eine falsche Strategie oder Technologie erscheint, in fünf Jahren genau das sein, was Sie brauchen. Der Einsatz von Containern mag Ihrem Unternehmen zum Beispiel im Moment nicht sinnvoll erscheinen, könnte aber zu einem späteren Zeitpunkt der Schlüssel zur erfolgreichen Hyperskalierung sein. Sie sollten sich bewusst machen, dass eine Cloud-native Strategie möglicherweise wiederholte Überprüfungen beinhaltet. Das Tempo technologischer und geschäftlicher Veränderungen ist zu hoch für einmalige Entscheidungen.

Diese Mythen rund um Cloud-native Ansätze gehen über inhaltliche Argumente hinaus – sie sind grundlegende Fehlannahmen, die Unternehmen von wesentlichen Verbesserungen abhalten. Mit einem innovativen Ansatz für Cloud-native Entwicklung können Sie Ihre Markteinführungszeit verkürzen und eine Cloud-Strategie implementieren, die sich im Laufe der Zeit weiterentwickeln und anpassen lässt.  Denken Sie daran: Bei Cloud-nativer Entwicklung geht es weniger um die Technologie als vielmehr um das gesamte Paradigma der Datenverarbeitung und Geschäftsabläufe.

 

Join the Conversation: Find Solve on Twitter and LinkedIn, or follow along via RSS.

Stay on top of what's next in technology

Learn about tech trends, innovations and how technologists are working today.

Subscribe

technology budgets report

Bericht: Technology Budgets – Managing Shifting Priorities (Technologie-Budgets – Der richtige Umgang mit wechselnden Prioritäten)