Welche Vorzüge bieten KI und Machine Learning für Ihr Unternehmen?

Kamalpreet Badasha

person working on laptop and talking on smartphone

 

Unternehmen, die im Wettbewerb auch weiterhin die Nase vorn haben möchten, wenden sich immer häufiger KI- und Machine-Learning-Ansätzen zu. Wichtig ist jedoch, die Spreu vom Weizen zu trennen: Welche Konzepte sind realistisch? Wo herrscht viel Lärm um nichts? Und welche handfesten Vorteile bieten KI und Machine Learning für Ihr Unternehmen?

In der neuesten Folge unseres Podcasts Cloudspotting sprechen die Hosts Alex Galbraith und Sai Iyer, beide Systemarchitekten bei Rackspace Technology®, mit dem Podcast-Host von AI & U und Practice Manager of Data Science & Engineering bei Rackspace Technology, Mark McQuade, über KI und Machine Learning.

Folgende Themen werden im Podcast besprochen:

  • Wie Unternehmen vom explosionsartigen Anstieg von Daten profitieren
  • Die Bedeutung von KI und Machine Learning
  • Anwendungsmöglichkeiten von KI im Unternehmenskontext, z. B. zur Abwanderungsprognose
  • Verwendung von Chatbot-Technologien zur Steigerung der Geschäftseffizienz
  • Tipps zum Karriereeinstieg in den Bereichen KI und Machine Learning
  • Wie Edge-Technologien die Leistung von Smart-Geräten verbessern
  • Die Vorteile der Datendemokratisierung

Iyer spricht zunächst darüber, wie Unternehmen Möglichkeiten zur Monetarisierung von Daten erforschen. „Wir haben mit Kunden über den explosionsartigen Anstieg von Daten und Datenanalysen gesprochen. Kunden haben uns gefragt, wie sie vor diesem Hintergrund ihre Produkte verbessern, ihre Anwendungen erweitern und prädiktive Programmierung einsetzen können.“

McQuade geht besonders darauf ein, inwiefern sich die Nutzung von Daten in Unternehmen verändert – und liefert in diesem Zusammenhang Definitionsansätze für KI und Machine Learning. „Machine Learning ist ein Teilgebiet von KI, wobei Deep Learning wiederum ein Teilgebiet von Machine Learning ist. Hier stellen Computer Vorhersagen auf Basis historischer und fallweise auch neuer Daten an, ohne spezifisch dafür programmiert zu sein.

„Aus philosophischer Sicht würde ich KI als die Gesamtheit aller Möglichkeiten beschreiben, deren Umsetzung vor 20 Jahren noch unvorstellbar gewesen wäre.“

Ein äußerst interessanter Bereich für McQuade sei dabei die Spracherkennnung: „In der nächsten Ära der Kommunikation wird Sprache im Vordergrund stehen. Schon heute verwenden wir alle Alexa, Google Home oder andere Geräte mit Sprachsteuerung. Wir können unsere Geräte immer häufiger über Sprachfunktionen bedienen und bewegen uns auch weiterhin eindeutig in diese Richtung.“

Ein weiterer Bereich, der an Popularität gewinnt, sind Edge-Technologien. Galbraith beschreibt, welche Smart-Home-Technologien er einsetzt: „Ich habe kürzlich ein Kamerasystem installiert, wollte aber nicht, dass alle Aufnahmen in die Cloud übertragen oder ständig gestreamt werden. ML ist in meinen Kameras integriert. Das heißt also, dass sie Fahrzeuge und Menschen erkennen können.

„Durch Pre-Processing bei Edge-Technologien werden lediglich jene Datenpunkte beibehalten, die auch wirklich erforderlich sind. Dies ist auf lange Sicht um einiges sinnvoller und kostengünstiger.“

Ferner geht Mark McQuade auf den Einsatz von Machine Learning durch Rackspace Technology während der Pandemie ein. „Wir nutzten Datenquellen, die kostenlos im Internet verfügbar waren – wie etwa Mobilitätsdaten –, um Hospitalisierungen und Todesfälle im Staat New York vorherzusagen. Unsere Ergebnisse haben dabei jene des Modells des Institute of Health Metrics and Evaluation (IHME) übertroffen. So konnten wir etwas Gutes bewirken – etwas wahrhaftig Gutes. Das war ein äußerst spannender Prozess.“

Galbraith betont dabei den Mehrwert, den diese Technologien für die Menschheit generieren: „Die Demokratisierung der Daten sollte unsere oberste Priorität sein. Erkenntnisse können Ängste und Sorgen von Menschen abbauen. Ein einfaches Beispiel: Meine Mutter lebt an der Westküste Schottlands und war besorgt über den Anstieg der COVID-19-Fälle in ihrer Region. Mein Bruder hat sich dann mit ihr gemeinsam die Daten auf der Website der schottischen Regierung angesehen und ihr so verdeutlichen können, dass es keinerlei Grund zur Sorge gibt.

Für uns als Unternehmen und Organisationen ist das einfach fantastisch. Wir können Erkenntnisse aus Daten gewinnen, diese mit der ganzen Welt teilen und den Menschen dadurch einen Mehrwert bieten. Ich glaube, dass wir davon in Zukunft mehr sehen werden. Menschen werden selbst zu Datenwissenschaftlern – für eigene Zwecke.“