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Inwiefern profitiert das Kundenerlebnis von Cloud-Nativität?

In einer Zeit, in der Ihr Unternehmen schnell reagieren muss, spielt Cloud-Nativität eine wichtige Rolle, da sie es Ihnen ermöglicht,...

Taylor Bird / Onica, a Rackspace company

Der Begriff Cloud-Nativität ist in aller Munde, doch nur wenige verstehen, was wirklich damit gemeint ist. Dies könnte daran liegen, dass oft fälschlicherweise angenommen wird, dass es sich um einen binären Begriff handelt: Entweder ist etwas Cloud-nativ oder nicht. Cloud-Nativität ist jedoch eher ein Ansatz oder ein Konzept mit einem breiten Spektrum unterschiedlicher Ebenen. Am einen Ende dieses Spektrums befinden sich die traditionellen Auffassungen von IT-Infrastruktur, bei der es hauptsächlich um Server und die Frage geht, wie man diese verwendet und schützt. Am anderen Ende befinden sich die transformativen Auffassungen, die sich weniger auf die physische Infrastruktur konzentrieren und mehr auf die anwendungsorientierten Elemente. Mit zunehmender Reife ihrer Cloud-nativen Ansätze und Cloud-nativen Vorgänge profitieren Unternehmen von einem größeren Mehrwert und können sich besser auf das Optimieren ihres Produkts konzentrieren, um das Kundenerlebnis zu verbessern.

Derzeit wird der Begriff Cloud-nativ häufig im Zusammenhang mit serverlosen Architekturen und Applikationscontainern verwendet. Dabei sollte jedoch erwähnt werden, dass sich mit der Weiterentwicklung der Cloud-nativen Methoden auch die wegweisenden Technologien weiterentwickeln. Aus diesem Grund ist es sinnvoller, sich Cloud-Nativität als ein übergreifendes Konzept vorzustellen, das sich fortlaufend weiterentwickelt.

Was ist Cloud-native Architektur?

Die Cloud Native Computing Foundation definiert Cloud-Nativität als „resilient, überschaubar und beobachtbar. In Kombination mit einer robusten Automatisierung erlaubt die Cloud-Nativität Engineers, weitreichende Änderungen häufig und vorhersehbar mit minimalem Aufwand vorzunehmen.“ Das Konzept der Cloud-Nativität kann eine Reihe von Faktoren beeinflussen, von der Denkweise der Entwickler über das Teamdesign und die Teamkultur bis hin zu den Systemen, die aufgebaut werden. Um als Cloud-natives Unternehmen zu gelten, müssen Sie nicht unbedingt komplett auf die Public Cloud umsteigen. Es gibt viele Möglichkeiten, Ihren Ansatz für die Applikationsentwicklung Cloud-nativ zu gestalten und gleichzeitig mit Rechenzentren zu arbeiten – sofern die Infrastruktur es Engineers ermöglicht, weitreichende Änderungen häufig und vorhersehbar mit minimalem Aufwand vorzunehmen.  Um schnelle Änderungen, Skalierbarkeit und Resilienz zu ermöglichen, muss eine Trennung von der zugrunde liegenden Infrastruktur erfolgen. Aus diesem Grund wird bei einer Cloud-nativen Auffassung von IT-Infrastruktur Letztere als durch Automatisierung austauschbar angesehen: Sie kann innerhalb von wenigen Minuten erstellt und bei Bedarf vergrößert, verkleinert, skaliert, verschoben oder gelöscht werden.

Mitarbeiter als interne Kunden fördern

Ich komme aus der Systemarchitektur und dem Ingenieurwesen und habe daher bei der Einführung einer neuen Technologiestrategie immer zwei Kunden im Kopf. Der erste Kunde ist der externe Kunde – die Person, die bei Ihrem Unternehmen Einkäufe in Form von Produkten oder Dienstleistungen tätigt. Der zweite Kunde ist der interne Kunde – die Entwicklungsteams, die direkt von Ihrem Ansatz und Ihrer Technologie betroffen sind. Diese zwei Kunden sind untrennbar miteinander verbunden.

Ihre internen Kunden entwickeln, warten und verwalten die Systeme, die Ihre externen Kunden nutzen. Die Förderung von Dingen wie Kreativität und Agilität in Ihren internen Teams verbessert das Engagement der Mitarbeiter und die Qualität ihrer Arbeit. Dies wiederum kommt den externen Kunden zugute, die Ihr Produkt nutzen. Sie werden von einer verbesserten Reaktionsfähigkeit, weniger Leistungsproblemen und innovativeren Produktfunktionen profitieren. Durch die Einführung von Strategien, die den Mitarbeiter-Workflow interner Kunden optimieren, verbessern Sie die Erfahrung für beide Arten von Kunden.

Das Engagement der Mitarbeiter ist bei Entwicklern höher, die mit neuester Cloud-Technologie Innovation schaffen und moderne, agile Arbeitsweisen anwenden, als wenn sie sich nur darauf konzentrieren, „alles am Laufen zu halten“. Entwickler sind kluge Leute, die ihre Zeit damit verbringen wollen, komplexe Probleme zu lösen, anstatt das Abstürzen veralteter IT-Systeme zu verhindern. Die Automatisierung von Lösungen für vorhersehbare Probleme ist ein wichtiger Bestandteil des Cloud-nativen Ansatzes im IT-Bereich. Diese Strategie trägt dazu bei, dass die Zeit eines internen Teams besser genutzt wird – Zeit, die zuvor mit mühsamer Handarbeit verbracht wurde – und ermöglicht dem Team sich stattdessen mehr auf die Förderung von Innovationen zu konzentrieren. Über das herkömmliche Monitoring hinauszugehen und sich Dingen wie der automatischen Erkennung und Behebung von Problemen zuzuwenden, ermöglicht eine schnelle, unkomplizierte und proaktive Problemlösung.

Und es ist wichtig, sich vor Augen zu führen, dass es umso leichter ist, Mitarbeiter zu binden und leistungsstarke Teams aufzubauen, je engagierter diese sind. Es ist außerdem einfacher, Spitzentalente zu gewinnen, wenn man ein Unternehmen mit einer innovativen Kultur ist, und dies geht Hand in Hand mit Cloud-Nativität. Ich glaube, dass Sie eine insgesamt gesündere Organisation aufbauen werden, wenn Sie Ihren internen Kunden ansprechende, interessante Arbeit und effiziente Prozesse bieten. Und eine gesündere Organisation erzielt in der Regel kürzere Markteinführungszeiten und bleibt der Konkurrenz so einen Schritt voraus. Es ist eine Win-Win-Situation.

Welche Vorteile ergeben sich für Ihre Kunden?

Im Zeitalter der Applikationen werden Unternehmen, die in der Lage sind, in Reaktion auf Kundenbedürfnisse schnell Lösungen zu entwickeln und bereitzustellen, Kunden gewinnen und binden und so einen dauerhaften Erfolg aufbauen. Native Cloud-Methodiken geben Entwicklern die Möglichkeit, schneller zu iterieren und Software schneller zu veröffentlichen, sodass sie effektiver auf Kundenbedürfnisse und Ereignisse reagieren können.

Der traditionelle IT-Ansatz umfasst das Schreiben von Code für Ihre Systeme. Beim Cloud-nativen Ansatz wird hingegen versucht, Code zu schreiben, der spezifische Probleme direkt löst. Cloud-native Ansätze sind flexibel und Event-orientiert und ermöglichen es Entwicklungsteams, Applikationen zu entwerfen, die sich im Einklang mit den tatsächlichen Prozessen oder Events, die Ihr Unternehmen voranbringen, skalieren oder flexibel anpassen lassen.

Durch die Entlastung der Teams können diese sich darauf konzentrieren, Code zu schreiben, der einen wirklichen Unterschied machen kann. Dadurch werden die Gesamtkosten bei der Skalierung gesenkt und Störungen in Ihrem gesamten System reduziert. Wenn interne Teams regelmäßig Problembehebungen und Updates vornehmen und komplexe Störungen reduzieren, profitieren externe Kunden von einer verbesserten Produktqualität.

In einer Zeit, in der Ihr Unternehmen schnell reagieren muss, spielt Cloud-Nativität eine wichtige Rolle, da sie es Ihnen ermöglicht, schneller mehr zu erreichen. Mit diesem Ansatz sind Teams in der Lage, ein Qualitätsprodukt zu entwickeln, indem sie sich das Potenzial von Cloud Services zunutze machen. Mit einer stärkeren Ausrichtung auf Cloud-Nativität ist Ihr Unternehmen besser in der Lage, Innovation und Transformation zu schaffen und so ein umfassenderes Kundenerlebnis zu bieten.

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Über den Verfasser

VP of AWS Products and ServicesTaylor Bird

As VP of AWS Products and Services for Onica, a Rackspace company, Taylor Bird oversees Onica’s technical product strategies and portfolio of services and offerings, focused on combining the unmatched skillsets of Onica’s team...

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