Ethics In Product Management

Die Entwicklung ethischer Produkte

Wie lassen sich erstklassige, erfolgreiche Produkte entwickeln, die gleichzeitig ethischen Maßstäben gerecht werden?

„Ethisches Design“ war dieses Jahr eines der größten Themen in der IT-Branche und darüber hinaus. Dokumentationen wie The Social Dilemma schaffen ein flächendeckendes Bewusstsein für dieses Konzept, was Produktmanager zunehmend in Bedrängnis bringt. Jetzt, wo es ein besseres Verständnis für die Wichtigkeit des Designs in der Softwareentwicklung gibt, kommt Produktentwicklern deutlich mehr Verantwortung zu. Wenn Unternehmen Produkte wie diesen berüchtigten Seifenspender entwerfen, bei dessen Nutzung Menschen mit dunkler Haut benachteiligt werden, wirft dies Fragen bezüglich des Entwicklungsprozesses auf.

Man könnte meinen, dass es die Pflicht eines jeden Unternehmens sei, vorzutreten und verantwortungsvollere Produkte zu entwickeln. Allerdings müssten sie dafür ihre gesamte Entwicklungskultur überarbeiten, was zu einem höheren Zeitaufwand und in der Folge zu möglichen Einbußen hinsichtlich ihrer aggressiven Wachstumsziele führen würde. Wie sollte die Geschäftsleitung an dieses Thema herangehen? Wie sollten Produktmanager darauf reagieren? Ist es möglich, erstklassige und erfolgreiche Produkte zu entwickeln, die gleichzeitig ethischen Maßstäben entsprechen?

Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, unterhalten sich Mike Rastiello, Product Manager bei Rackspace Technology, Heather Ferguson, Content Strategist bei Rackspace Technology, und Jeff DeVerter in einer Folge des Cloud Talk-Podcasts über das Thema Ethik im Produktmanagement.

Folgende Themen werden im Podcast besprochen:

  • Best Practices für das Produktmanagement
  • Voreingenommenheit im Code und reale Beispiele für diskriminierende Produkte
  • „AI for Good“ und Ethik-Initiativen in der IT-Branche
  • Die Bedeutung von Diversität in der Produktentwicklung
  • Datenschutz und das Recht auf Privatsphäre

Rastiello spricht darüber, wie wichtig es sei, dass sich das Produktmanagement verantwortungsbewusst verhalte, um sich angemessen um die Benutzer zu kümmern. „Es werden Fehler unterlaufen. Das lässt sich nicht vermeiden. Das Wichtigste ist, dafür geradezustehen, sobald ein Fehler erkannt wird. Es gilt herauszufinden, wer von dem Fehler betroffen ist, wie er behoben werden kann und wie die Situation wiedergutgemacht werden kann. Das Wohlbefinden und der Schutz der Benutzer sollte an oberster Stelle stehen.“

Rastiello betont außerdem die Rolle, die Diversität im gesamten Produktentwicklungsprozess spielt. „Diversität sollte Teil jedes einzelnen Schrittes sein – von der Anforderungsanalyse über die Frage, mit wem die Benutzergeschichte aufgebaut werden soll, bis hin zur Entscheidung darüber, wer die Produkte letzten Endes tatsächlich entwickeln und designen wird. Wer ist bei Hardware oder Software für die Qualitätssicherung zuständig? Wie war die Testgruppe zusammengesetzt? Waren die Teilnehmer in allen Gruppen so vielfältig wie möglich? Sowohl in Bezug auf die Ethnie als auch auf die sexuelle Orientierung und das Geschlecht?“

Ferguson erklärt die Ursache für die Probleme in der Entwicklung, die sich jedoch langsam verbessern. „Die Probleme gehen auf die IT-Branche an sich zurück, da sie leider selbst nicht besonders vielfältig ist, was die Beschäftigten angeht. Dieser Zustand verbessert sich jedoch mit der Zeit und dieses Thema scheint für immer mehr Menschen relevant zu werden. Besonders im Hinblick auf KI und Technologien, die einmal eigenständig agieren werden.“

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