Fünf wichtige Überlegungen zur Einführung einer Cloud

By vipulkothiyal -

Five Key Considerations for Cloud Adoption

Cloud-Lösungen bieten Unternehmen Flexibilität, ohne dass sie sich um Hardware-Einschränkungen sorgen müssen. So können sich Unternehmen voll und ganz auf Innovationen konzentrieren und müssen keine Gedanken an IT-Kapazitäten oder andere operative Komplexitäten verschwenden. Es ist also nicht verwunderlich, dass der Einsatz von Clouds (IaaS, Paas und SaaS) stetig zugenommen hat. Gartner schätzt, dass der Cloud-Markt bis 2022 ca. 331 Billionen US-Dollar (ca. 306 Milliarden Euro) wert sein wird (Gartner, 2019). Aus mehreren Marktforschungsstudien geht hervor, dass die Einführung einer Cloud ganz oben auf der Agenda von CIOs steht und stand (Flexera, 2019).

In den letzten fünf Jahren wurden bei fast jeder Lösung, bei fast jeder Transformation, an der ich gearbeitet habe, Cloud-Lösungen in Betracht gezogen, sowohl öffentliche als auch private. Die Einführung einer Cloud ist nicht mehr optional, sondern eine wichtige Voraussetzung für neue Geschäftsmodelle. Unternehmen auf der ganzen Welt bemühen sich, möglichst schnell Cloud Services einzuführen, da sie andernfalls ihre Wettbewerbsvorteile aufs Spiel setzen.

Der Einsatz von Cloud Services ist eine hervorragende Idee, allerdings geht er auch mit einigen Herausforderungen einher. Hier sind fünf wichtige Überlegungen, die Sie anstellen sollten, bevor Sie mit der Umstellung auf die Cloud beginnen.

  1. Richtige Grundlagen schaffen

Meiner Erfahrung nach überstürzen viele Unternehmen die Einführung ihrer Cloud, ohne sich vorher genau mit dem Design und den Best Practices auseinanderzusetzen. Wenn die Cloud unternehmensweit ausgeweitet wird und ihre Komplexität zunimmt, wird der einstige Hoffnungsschimmer am IT-Himmel schnell zu einem großen Chaos, das sich schlecht verwalten und betreiben lässt.

Es ist entscheidend, sich beim Entwurf Ihres aktuellen Rechenzentrums oder Ihrer Hosting-Lösungen an die Best Practices zu halten und die Grundprinzipien der Systemarchitektur zu befolgen. Diese Überlegungen gilt es auch bei Ihrer Cloud-Infrastruktur zu berücksichtigen. Ganz besonders, wenn Sie sich für Infrastructure-as-a-Service (IaaS) als Ihre primäre Methode für die Cloud-Nutzung entscheiden. IaaS ist die beliebteste Wahl für Unternehmen, die sich noch am Anfang ihres Cloud-Erlebnisses befinden. Deshalb ist es umso wichtiger, die Cloud-Systemarchitektur von Anfang an entsprechend geeigneter Grundsätze und Frameworks zu gestalten. Geschieht dies nicht, wird die Cloud zu einem fast unlösbaren und teuren Problem, das später behoben werden muss. Ziel ist es, für eine einfache Cloud-Anwendung zu sorgen.

Einige Unternehmen gehen irrtümlicherweise davon aus, dass die Umstellung auf die Cloud eine Wunderwaffe gegen all die technischen Versäumnisse der letzten Jahrzehnte ist. Es ist unerlässlich, dass die Erwartungen realistisch und frühzeitig mit Stakeholdern aus Fach- und IT-Abteilungen festgelegt werden. Wenn beispielsweise Anfang der 1990er Jahre ein Code von einem Programmierer-Ass geschrieben wurde, an den sich bis heute niemand herantraut, dann wird er Ihnen auch weiterhin Kopfschmerzen bereiten, da Sie das Problem nicht lösen, sondern es lediglich von A nach B verschieben.

  1. Operative Governance und Prozesse sind notwendig

Ich habe den Überblick über die Unternehmen verloren, die ihre Prozesse (Vorfälle, Probleme, Änderungen etc.) und Governance-Modelle für ihre traditionelle IT (Infrastruktur und Anwendungen) bis zum Ersticken dokumentiert haben. Geht es allerdings um ihre Cloud-Infrastruktur, insbesondere um Public Clouds, ist die Dokumentation kaum vorhanden.

Das ist nicht beabsichtigt, aber aus irgendeinem Grund (der mir bis heute ein Rätsel ist) ziehen sie es selten in Betracht, ihre operative Governance und Prozesse auch auf ihre Cloud-Infrastruktur auszuweiten. Und wenn sie doch darüber nachgedacht haben, haben sie es für zu kompliziert und zeitaufwendig befunden. Da sich die gesamte Einführung des Programms dadurch hätte verzögern können, wurden die Überlegungen schlussendlich ignoriert.

Behalten Sie Ihre Überlegungen hinsichtlich Ihrer operativen Governance und Prozesse immer im Hinterkopf, wenn Sie sich auf den Weg in die Cloud begeben. Bei Public Clouds können die Dinge aufgrund mangelnder Governance und Kontrolle schnell aus dem Ruder laufen.

  1. Die Sicherheit liegt in Ihrer Verantwortung

Der Wechsel in eine Public Cloud kann Ihre IT-Infrastruktur oftmals sicherer machen, da Sie von einer Vielzahl vorab bereitgestellter Dienste Gebrauch machen können. Trotzdem kommt es darauf an, wie Sie die Public Cloud nutzen, denn die Sicherheit Ihrer Cloud Services liegt in Ihrer Verantwortung. Zwar kann und wird sich der Cloud Service Provider um die Sicherheit Ihrer Infrastruktur kümmern, allerdings sind Sie für die Kontrolle der Zugriffe und der Anwendung in Ihrem Unternehmen verantwortlich. Die Cloud Services sind so sicher oder unsicher, wie Sie sie machen.

Kurz gesagt, gehen Sie nicht davon aus, dass Ihr Cloud Service Provider für die End-to-End-Sicherheit verantwortlich ist. Er ist es nicht. Überlegungen zur umfassenden Sicherheit der Cloud sollten im Mittelpunkt Ihres Designs stehen. Denn Vorsicht ist besser als Nachsicht.

  1. Qualifizierte Mitarbeiter und verlässliche Expertise sind der Schlüssel zum Erfolg

Meine 16-jährige Erfahrung, was die Leitung von oder Beteiligung an zahlreichen Infrastruktur-Transformationen, ‑Konsolidierungen und ‑Migrationen angeht, hat mich gelehrt, dass sich die erfolgreichsten Programme dadurch auszeichneten, dass schon sehr früh die richtigen Stakeholder einbezogen wurden.

Die führenden Projekte waren diejenigen, bei denen Menschen mit den richtigen Fähigkeiten zur richtigen Zeit zum Einsatz kamen. Der wichtigste Aspekt hierbei besteht darin, dass die aktuellen Teams weitergebildet werden, sodass es nach der Einführung des Programms bei der Bereitstellung von Dienstleistungen oder Gütern durch das Unternehmen zu keinen Unterbrechungen kommt. Das Gleiche gilt für die Einführung der Cloud.

Public Clouds stellen zahlreiche Dienste zur Verfügung und es kommen jeden Tag neue hinzu. Da kann es ganz schön einschüchternd sein, die Services zu identifizieren, die Ihren Unternehmensanforderungen entsprechen. Und dann müssen diese auch noch geplant, konfiguriert und betrieben werden. Derzeit herrscht eine starke Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt, denn viele Unternehmen sind auf der Suche nach Mitarbeitern mit den richtigen Cloud-Fähigkeiten. Die Nachfrage ist groß, das Angebot knapp. Zudem stellen diese Mitarbeiter eine teure Ressource dar. Um die Verfügbarkeit von zuverlässiger Expertise zu gewährleisten, sollten Sie einen Cloud Service Partner hinzuziehen, der Sie dabei unterstützen kann, auf Ihrem Weg zur Cloud-Implementierung stetige Fortschritte zu erzielen.

  1. Es kann sehr schnell sehr teuer werden

Im Gegensatz zu traditionellen Infrastrukturen, bei denen es aufgrund der begrenzten Kapazität etwas einfacher ist, die Ressourcennutzung zu steuern, existieren solche Einschränkungen bei der Public Cloud nicht. In Public Clouds können Ihre Kosten rasant steigen und sobald Sie eine Ressource verwendet haben, müssen Sie dafür zahlen, auch wenn es nur ein Versehen war. Ich habe Unternehmen gesehen, bei denen es zu extrem hohen, unerwarteten Rechnungen kam, und die daraufhin versucht haben, herauszufinden, wer was genutzt hat.

Sie können unerwartete böse Überraschungen vermeiden, indem Sie von Anfang an die richtigen Design-Grundlagen und ‑Frameworks (Prozesse und Technologie) schaffen und geeignete Beschränkungen für Projekte mit Budget-Begrenzungen festlegen. Verwenden Sie zur Schätzung und Begrenzung Ihrer Kosten die Tools und Cloud-Kostenkontrollen, die Ihr Public Cloud Service Provider anbietet.

Diese fünf Überlegungen basieren auf meinen Erfahrungen und auf den Best Practices der Branche und bilden eine solide Grundlage für einen erfolgreichen Weg hin zur Cloud-Implementierung.

Wenden Sie sich an Rackspace, um sich von unseren sachkundigen Experten beraten zu lassen, damit Ihr Cloud-Erlebnis von Anfang bis Ende ein voller Erfolg wird.